Wie wäre es mit #100tinytreasures ?
Vor einiger Zeit, Anfang des Jahres, stieß ich auf ein YouTube-Video der Kunstlehrerin Leslie Stroz. Darin ermutigte sie Menschen, an ihrer Challenge teilzunehmen: innerhalb eines Jahres 100 kleine Bilder zu gestalten. Mein erster Gedanke war: „Wie soll ich bitte so klein malen?“ Denn das Papier war nicht einmal halb so groß wie eine Postkarte.
Die ersten zehn Bilder waren schnell geschafft. Damals, im April, lagen noch 90 vor mir…
Mich reizte die Möglichkeit, meine Aquarellfarben wieder hervorzuholen und jeden Tag zu malen. Also schrieb ich mir in mein Bullet Journal die Aufgabe, kleine Papierstücke für Mini-Kunstwerke zuzuschneiden, für mich und meine Kinder. Denn ich wusste genau: So eine schöne Sache würde ich niemals allein machen dürfen. :D Und ich hatte recht!
Also zerschnitt ich mein 300 g/m² Aquarellpapier in „rau, naturweiß“ in kleine Schätze mit den Maßen 5 cm × 6,5 cm. Und begann, meinen Alltag in winzigen Bildern festzuhalten. Fast wie Sofortfotos, nur auf eine sehr viel coolere Art.
Anfangs arbeitete ich nur mit Bleistiftskizze und Aquarell. Doch ich merkte schnell, dass ich mit einem Fineliner noch mehr Ausdruck einfangen kann. Heute skizziere ich zuerst sanft mit Bleistift, ziehe die Linien anschließend vorsichtig mit einem feinen 0.1 Pigmentliner von Staedtler nach, radiere die Bleistiftlinien weg und kolorierte das Motiv mit Aquarellfarben. Meine Palette habe ich mir aus Näpfchen von Schmincke zusammengestellt.
Sicher wird sich meine Herangehensweise im Laufe der Zeit noch etwas verändern. Aber ich liebe dieses Gefühl von Freiheit und Kreativität, wenn ich mein nächstes Motiv auswähle.
Diese kleinen Bilder sind mein kreativer Dienstag, während meine Kinder ihren Hobbys nachgehen. 🩷
Das Beste daran: Ich brauche dafür keinerlei Geräte oder großen Aufwand. Nur mein Papier, meine Palette, einen Pinsel und etwas Wasser. So kann ich mich draußen im sonnigen Frühlingswetter niederlassen und meine Umgebung entdecken – und zugleich meine eigene Kreativität.